Mittwoch, 5. September 2012

Monkey Forest, Tempeltour, Mount Batur und Gili Inseln


Der Besuch des für seine zahmen Affen bekannte Monkey Forest stand auf dem Tagesprogramm. In diesem kleinen Waldstück leben um die 600 Affen und interessieren sich herzlich wenig für die Menschenscharen welche sie tagtäglich anglotzen. Auch wenn es taurig anzusehen ist, dass die Affen jeglich scheu vor Menschen verloren haben ist es trotzdem ein Genuss ihnen beim Essen, Spielen, Faulenzen und Streiten zuzuschauen.



Am nächsten Tag ging es mit einem kleinen Bus und privatem Chauffeur Richtung Norden ins Landesinnere. Auf dem Weg legten wir viele Zwischenhalte ein um Tempel zu besichtigen. Bereits davor konnte man sehr oft beobachten wie die Einheimischen in kleinen Schreinen vor ihren Häusern Gaben in geflochtenen Bambusschalen ablegten und Räucherstäbchen anzündeten. In den Tempeln tragen die einheimischen Frauen ganze Körbe voller Leckerreien auf dem Kopf balancierend herbei um sie vor den Altaren abzulegen.




Der letzte Zwischenhalt war auf einer Kaffeplantage auf welcher aber auch eine Vielzahl von Früchten und Gewürzen angebaut wurden. Neben Arabica Coffee wuchsen hier auch Papayas, Ananas, Bananen, Kakaobohnen,Chilis, Zimtbäume, Nelken und Vanille um euch nur eine kleine Auswahl zu bieten. Bei der anschliessenden Kaffeedegustation durften wir zig sorten probieren und für einen kleinen Zuschlag auch den legendären Luwak-Kaffee  probieren. Dieser Kaffee ist deshalb so speziell weil die Bohnen welche dazu verwendet werden von kleinen Marderähnlichen Tieren gefressen und Ausgeschieden werden. Die Plantagenarbeiter sammel die unverdauetn Bohnen dann ein, reinigen und rösten sie um daraus den Luwak-Kaffee zu brauen. Der Ursprung dieser Kaffeesorte ist eine lustige Geschichte die ihren Ursprung um 1850 in Bali hat. Die holländischen Plantagenbesitzer verboten den Einheimischen den Konsum bzw das sammeln von Kaffeebohnen für den eigenen Gebrauch und so fanden die innovativen Balinesen heraus, dass man dank den Luwaks dennoch zu Kaffebohnen kommt. Kurz darauf wurde dieser spezielle Kaffee auch bei den Holländern und schlussendlich auf der ganzen Welt immer beliebter und teurer. Allerdings bin ich der Meinung , dass er seinem Ruf leider nicht gerecht wird. Auch ohne Hintergedanken an die Herstellung ist es zwar ein geschmacklich überaus intensiver Kaffee wenn auch bei weitem nicht so lecker wie der hauseigene Vanillekaffee den wir probieren durften.




Nachmittags endete die Tour in Penelokan von dort aus ging es auf dem Rücksitz eines Motorrads eine steile und kurvenreiche Strecke hinunter zum grössten See Balis an dem ein winziges Dörfen lag welches eines von vielen Ausgangszielen für den Mount Batur ist. Nach einer wirklich wirklich frostigen Nacht am kältesten Ort von ganz Bali wie man uns versicherte ging es bereits um 4 Uhr Morgens los. Wieder auf dem Motorrad, diesmal sogar zu dritt brachte man uns zu Fuss des Berges von wo aus die Tour startete.
Mit Taschenlampen Ausgerüstet begann unter einem funkelnden Sternenhimmel der zweistündige und schweisstreibende Aufstieg. Unser Guide trieb uns zu Höchstleistungen und gegen 6 Uhr kamen wir auf dem über 1700m hohen Vulkan an. Langsam erhob sich die Sonne über dem gegenüberliegendene Berg, tauchte das ganze Land in gold und liess den Riesigen See dazwischen bronzen schimmern.
Nach einem Frühstück bestehen aus Eiern und Bananen welche in einem dampfenden Felsloch des Vulkans gekocht wurden umrundeten wir die zwei alten Krater um dannach den Abstieg auf der anderen Seite fortzuführen.




Unten angekommen konnte ich mit viel Glück und Spontanität die Weiterreise nach Padangbai einer Hafenstadt im Osten Balis und von dort aus die Fahrt mit dem Speedboat zu den Gili Inseln organiesieren. Diese Inselgruppe bestehen aus drei kleinen Inseln welche man zu Fuss oder mit dem Fahrrad umrunden kann liegen knapp nördlich vor Lomboks Küste. Die Inseln sind Autofrei, die einzigen Transportmittel sind Pferdekutschen oder alte klapprige Fahrräder.



In grossen und ganzen ist das Leben auf den Inseln sehr gemütlich. Der Strand ist gesäumt von kleinen Hotels, Tauchschulen, Restaurants und Verkaufsständen. Tagsüber kann man am Strand faulenzen, die Insel mit dem Fahrrad erkunden, Schnorcheltouren machen und Bücher lesen. Abends gibt es auf dem lokalen Markt allerlei Köstlichkeiten die auf einem kleinen Kohlegrill gebraten werden. Dazu servieren sie viel frisches und scharf gewürztes Gemüse, geröstete Sojabohnen und natürlich Reis. Danach laden die vielen Strandbars auf ein kaltes Bintang oder einen Cocktail ein.

Gestern Abend wollten wir mit dem Fahrrad die Insel umrunden allerdings ist die Strasse mehr ein Sandweg und Strassenlaternen kennt hier sowieso Niemand. Nach dem schönen Sonnenuntergang ging es mit Stirnlampe zurück. Heute stand die "3-Insel-Schnorcheltour" auf dem Programm. 4 tolle Schnorchelspots rund um die 3 Gili Inseln waren ein absolutes Highlight. Neben tausenden von farbigen Fischen und interessanter Unterwasserwelt hatten wir sogar das Glück 2 ausgewachsene und riesige Meeresschildkröten zu sehen.







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